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Nach dem "Grand atlas des vignobles de France" (Großen Atlas der Weingebiete Frankreichs), geleitet von Benoît France, Verlag Solar
Das Loire-Tal, das von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist eine einmalige Kulturlandschaft, die von einem harmonischen Wechselspiel zwischen den Menschen und ihrer Umwelt während zweitausend Jahren Geschichte zeugt. Eine Region par excellence, um unterschiedliche „Terroirs“ zu finden. Derart aufblühen konnten die Weinbaugebiete des Loire-Tals dank der Mannigfaltigkeit des Bodenmosaiks, der Oberflächenbeschaffenheiten sowie der unterschiedlichen Ausrichtungen. Die Unterschiede der „Terroirs“ kommen somit voll und ganz in der enormen Vielfalt der Weine zum Ausdruck, auch wenn diese aus den gleichen Rebsorten entstehen. Ein immenser Weinbau-Reichtum lädt anspruchsvolle Epikureer ein, diese großartigen „Terroirs“ zu entdecken und den Einfluss, den natürliche Elemente auf die Struktur und Aromen des Weines ausüben, nachzuempfinden.
Ursprung des Begriffs
Der Weinberg und der Wein stehen der Begriffsverwendung „Terroir“ historisch und kulturell Modell . Auch wenn der Begriff „Terroir“ schon in mythologischen Schriften erste Erwähnung findet, so wird er doch erst im Ägypten der Antike als Träger eines authentischen Begriffes wirklich anerkannt. Die Praktiken zur Identifizierung der Weinherkunft, wie sie in europäischen Weinbaugebieten angewandt wurden (zum Beispiel Siegel mit genauen Angaben auf den Fässern), haben im Laufe der Jahrhunderte in den verschiedensten Formen überlebt. Die Reblaus-Krise, die die Weinbaugebiete des Loire-Tals Ende des 19. Jahrhunderts verwüstet, führt zu einem Umbruch der bestehenden Kenntnisse. Jedoch entwickelt sich erst 1935 - auf Betreiben der Winzer und vor allem auf jenes des Barons Leroy - die Qualitätsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Contrôlée). Im darauf folgenden Jahr wird die Errichtung der staatlichen Behörde Institut National des Appellations d’Origine (INAO), die für die offizielle Vergabe der Bezeichnung AOC in Frankreich zuständig ist, genehmigt.
Mit der Bezeichnung AOC nimmt der Begriff „Terroir“ Gestalt an
Die Grundlage der AOC-Bezeichnung ist die Verbindung zwischen einer Gegend, einer oder mehrerer Rebsorten und der Kunst der Weinbereitung. Und es ist diese ganz eigene Kombination, die die Charakteristik eines Weines ausmacht, welche andernorts nicht nachahmbar ist, da sie eben nicht von einem Ort zum anderen transportierbar ist. Somit steht der Winzer im Dienste seines Terroirs, dessen Ausdruck im Wein durch die Wahl der Rebsorte wie die der önologischen Praktiken noch verstärkt werden soll.
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